Cash Ratio, Break-Even, Liquiditätsplanung – alles schon mehrfach gelesen oder gehört?

Cash Ratio, Break Even, Liquiditätsplanung etc. – eine Sonderbeitragsreihe die etwas Aufschluss hierzu gibt:

25.06.2021 – Teil 1.1: Liquiditätsengpass – muss nicht sein!

02.07.2021 – Teil 1.2: Risikomanagement – warum?

09.07.2021 – Teil 1.3: Forderungsmanagement – unbedingt!

16.07.2021 – Teil 1.4: Mahnung oder freundliche Zahlungserinnerung – kein Grund es nicht zu tun!

23.07.2021 – Teil 1.5: Liquidität – und Lust auf ein paar Kennzahlen?

30.07.2021 – Teil 1.6: Liquidität und Cash Flow sind nicht das Gleiche!

06.08.2021 – Teil 1.7: Liquiditätsplanung – ein wichtiges Instrument für die unternehmerische Tätigkeit!

13.08.2021 – Teil 1.8: Befindet sich Ihr Unternehmen auf Kurs?

20.08.2021 – Teil 1.9: Break Even – was ist das nun schon wieder?

Wo geht unsere Energie hin?

Jeder Mensch hat ein gewisses Maß an Energie – der eine mehr – der andere weniger. Um die Menge der Energie geht es überhaupt nicht, sondern dass wir davon aus gehen, dass jeder 100% seiner persönlichen Energie auf 5 Bereiche aufteilen kann bzw. sowieso tut. Ohne bewusste Steuerung der Energie findet die Verteilung automatisch statt, weil wir ja nicht nicht Energie aufwenden können. Selbst wenn wir uns einen Couch-Tag vorstellen wird unsere verfügbare Energie entsprechend verteilt – dann eben sehr einseitig:-)

  • Die A-Energie – geht in die Körperfunktionen, die wir nicht beeinflussen können, also alle AUTOMATISCHEN Prozesse wie beispielsweise Atmung, Verdauung und Zellwachstum
  • Die B-Energie – ist oft sehr energieraubend: alle meine inneren Selbstgespräche/-gedanken wie „Bin ich gut so wie ich bin?“, also alles rund um mein BEING, desto mehr Selbstzweifel, desto mehr Energie ist im B-Bereich gebunden
  • Die C-Energie – hat mit der Zeit zu tun. Und zwar so wohl mit der fortschreitenden Zeit (CHRONOS), also dem Zeitdruck und Stress, als auch mit dem richtigen Zeitpunkt (Kairos) – also dem Hier und Jetzt ohne das „hätte ich“ und „irgendwann könnte ich mal“. Um so mehr ich im Kairos zu Hause bin und weniger dem Chronos nachhechte, um so ergiebiger ist letztendlich meine C-Energie
  • Die D-Energie – ist sicherlich die, die uns beim Gedanke an unseren Energie-Haushalt am ehesten in den Sinn kommt: nämlich unsere körperlichen und geistigen Tätigkeiten, also das DOING.
  • Die E-Energie – ist die zukunftsorientierte Lern- und ENTWICKLUNGS-Energie, also die Energie, die ich in mein persönliches Wachstum stecke. Wenn ich nun zu viel A- bis D-Energien brauche, wird in aller Regel für E nichts mehr übrig bleiben. Um tatsächlich E-Energie aufzubringen, bedarf es normalerweise einer sehr bewusste Entscheidung (vor allem gegenüber den anderen 4 Energie-Bereichen).

Wo setzen nun Prozesse an?

Prozesse können für A- und B-Energien meist nichts tun. Für die C- und D-Energien sind Prozesse immens wichtig: gut definierte und umgesetzte Prozesse können uns also Energie sparen, die wir Menschen an der richtigen Stelle sehr gut gebrauchen können!

Komplexität vs. Kompliziertheit

Lasst uns heute über die beiden Arten der Beschaffenheit von Prozessen diskutieren:

Etwas kann…

  1. kompliziert

oder

2. komplex

sein.

Kompliziert sind meist technische Dinge, wie ein Motor, ein Uhrwerk oder ein Windkraftwerk. Hoch komplizierte Konstrukte, die zwingend einen sehr bzw. viele super ausgebildete Fachleute braucht, um konstruiert, gebaut oder repariert zu werden.

Eins ist klar: wenn einer weiß WIE, wird „das Ding“ auch funktionieren.

Komplex sind alle Systeme, die unterschiedliche Einflussfaktoren haben – also beispielsweise immer dann wenn Menschen beteiligt sind, deren Aktionen und Reaktionen nicht sicher vorhersehbar sind.

Dabei ist dann nicht zwingend klar, wie etwas funktioniert, sondern WER fähig ist die entsprechenden Entscheidungen zu treffen, damit es funktioniert.

Somit dürfen wir bei Prozessen nie davon ausgehen, dass es sich immer um komplizierte Prozesse handelt, sondern in jedem Prozess-schritt auch die Komplexität prüfen und entsprechende Entscheider festsetzen.

Wann wenn nicht jetzt?

Wenn dein Unternehmen, dein Job, dein Leben gerade in Schieflage ist, fang an neu zu ordnen und suche den zu dir passenden Weg – das ist DIE Chance!

Wenn alles zu stagnieren scheint oder tatsächlich tut, pack es an und mal dir die Zukunftswelt wie sie dir gefällt – genau JETZT!

Wenn alles super läuft, dann atme durch und mach es dir so bequem wie du möchtest und zwar so, dass du an jedem neuen Tag wieder sagst:

„Das ist mein Lieblingstag!“

Das „Ganze“ im Blick

Im Ablauf eines Prozesses spielen alle Komponenten einer Organisation eine tragende Rolle:

Eingebettet in jeden Prozess gewinnen alle Bereich Kraft und Energie.

Beispiele aus der Praxis: Mitarbeiter können einfacher Verantwortung übernehmen und fühlen sich damit wohl. Der Kundennutzen steht möglichst in jedem Prozessziel, wodurch der Kunde Sicherheit gewinnt. Das Unternehmen schafft langfristige Erfolge und die Sicherheit der nachhaltigen Strategieumsetzung.

Nachfolge ist weiblich! Nationaler Aktionstag zur „Unternehmensnachfolge durch Frauen“ am 21.06.2021

Trilogie für (zukünftige) Unternehmerinnen. 3 Termine, auch einzeln buchbar – im Rahmen des Aktionstags „Nachfolge ist weiblich“.

Tag 1 – 21.06.2021 (jeweils 8 Uhr oder 16 Uhr) – Unternehmerin vs. Selbständige – was bin ich? Und was will ich sein?

Tag 2 – 22.06.2021 (jeweils 8 Uhr oder 16 Uhr) – Risikomanagement für Unternehmerinnen – Entscheidungshilfen für Nachfolgerinnen

Tag 3 – 23.06.2021 (jeweils 8 Uhr oder 16 Uhr) – Wertschöpfungs- vs. Unterstützungsprozesse – strategische Entscheidungen für Unternehmerinnen

Geleitet wird die Trilogie durch, die vom Bundesministerium für Wirtschaft 2014 als Vorbild-Unternehmerin und in 2020 vom Verband Deutscher Unternehmerinnen ausgezeichnete Nachfolge-Unternehmerin, Carola Orszulik.

Buchungslink (kostenlos) für genannte Webinare 21.-23.06.2021: https://calendly.com/nachfolge-ist-weiblich/unternehmerinnen-webinar

Möchtest du eine Mentoring-Begleitung beim Aufbau deines Unternehmens?

Max. 2 Jahresplätze als Mentorin bietet Carola Orszulik an – selbstverständlich kostenlos – jedoch mit deinem Commitment, dass du wirklich was bewegen wirst!

In diesem unverbindlichen, kurzen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, ob ein Mentoring mit Carola Orszulik für dich sinnvoll und hilfreich ist.

Und hier noch der Link für Mentee-Kurzmeetings – ich werde dann wieder 2 Plätze für Mentees vergeben: https://calendly.com/nachfolge-ist-weiblich/mentee

Haben Unternehmen Motive?

Menschen haben eine Kombination aus Motiven in sich, nämlich aufbauend auf den 3 Hauptmotiven Bindung, Leistung und Macht. Wenn wir davon aus gehen, dass alle 3 Motive an sich neutral sind – was sie auch tatsächlich sind – können wir sowohl die Mehr-davon- als auch die Anti-Seite mit einbeziehen. Die Mehr-davon-Seite ist für mich das Pluskonto, das ich für ein Motiv gerne auffüllen möchte, z.B. bei Bindung freue ich mich auf das Treffen von Freunden, bei der Leistung denke ich daran, wie ich meine Bestzeit unterbieten werde und bei der Macht stelle ich mir vor, was ich mit meinen Gedanken und Taten Tolles bewirken kann. Die Anti-Seite beinhaltet auch alle 3 Grundmotive, nur dass ich eher den Verlust davor fürchte. Beispielsweise wäre dies bei der Bindung die Angst vor Zurückweisung, bei der Leistung die Furcht vor dem Scheitern und bei der Macht die Panik vor der Einflusslosigkeit.

Wenn doch nun jeder Mensch eine ganz eigene Mischung aus diesen Motiven und ihren Plus-Minus-Auswirkungen in sich hat, hat doch auch jedes Unternehmen genau diese Motive in sich, oder nicht?

Klar, jede Strategie wird von Menschen erstellt und immer stehen die Motive dahinter. Und genau so wie bei jedem Menschen durch seine Worte und Taten die Motivlage offensichtlich wird, wird sie dies bei allen Unternehmen durch die Kommunikation, das Marketing und die Unternehmenskultur ebenfalls.

Spannend nun, dass wir in unsere eigenen oder auch anderen Unternehmen mal mit diesem Blick auf die Motive rein sehen. Passt dann mein eigenes Motivgeflecht zu dem des Unternehmens?

Die alten Zöpfe…

… abschneiden ist nicht immer ganz einfach, weil ja bekanntlich jede Veränderung gegen unsere Gewohnheiten arbeitet und sich damit nicht in unserer primären Komfortzone befindet. Das heißt, dass wir das unbewusste Tun ganz bewusst unterbrechen dürfen. Das geht!
Bevor wir beginnen den selben Prozess „wie immer“ bei einem bestimmten Impuls zu starten, können wir doch einfach Mal etwas anderes tun. Beispielsweise erst innerlich „Stopp“ sagen und ganz tief einatmen, dann nochmals „Stopp“ sagen und nachdenken und dann nach einem erneuten internen „Stopp“ erst ins Handeln gelangen.

Damit können wir die tatsächliche WIRKUNG unseres Tuns nach immer dem selben Prozess bewusst beobachten. Anschließend können wir selbst bewerten, ob die eingetretene Wirkung tatsächlich unserem Ziel, das wir mit unserem Tun verfolgt haben, entspricht.

Beispiel: Ein Kunde ruft an und reklamiert eine Rechnung. Unser gewohnter Prozess, der automatisch angetriggert wird, ist der, dass wir unsere Rechnung bzw. deren Inhalt rechtfertigen. Logisch, weil wenn wir dies nicht für richtig angesehen hätten, hätten wir sicherlich die Rechnung so nicht geschrieben. Wenn wir nun stattdessen bewusst stoppen, atmen, stoppen, denken, stoppen, reden, werden wir eventuell die Kundensicht aufnehmen können und daraus andere Schlüsse ziehen als bisher – oder eben auch nicht. Wenn wir dann die Wirkung beobachten, z.B. „Kunde ist sauer oder kündigt sogar die Geschäftsbeziehung“ oder „Kunde macht eine neue Bestellung“ können wir entscheiden, was denn der für mich oder das Unternehmen der richtige Prozess sein kann, der mit der Wirkung auf mein Ziel passt.

Leistung zählt nicht

Es ist wirklich total egal was wir leisten, wie oft und intensiv wir uns reinhängen, wie lange wir täglich arbeiten, wie viele Stunden wir in unseren Job, unsere Familie und unsere Liebe investieren. Da kräht kein Hahn danach, wir sind einfach keine Leistungsgesellschaft!

Was wirklich zählt ist die Wirkung, die wir erzielen!

Vielleicht erzielen wir manchmal durch unsere Leistung eine Wirkung bei anderen oder auf etwas – dann haben wir unsere Leistungsbereitschaft an der richtigen Stelle eingesetzt – zumindest wenn die Wirkung das von uns gewünschte Feedback ausgelöst hat. Oft verwechseln wir tatsächlich Leistung mit Wirkung. Wir wollen beispielsweise mehr Geld „verdienen“, weil wir „Überstunden“ gemacht haben. Hä? Wenn wir langsamer zum hoffentlich gewünschten Ergebnis kommen (oder sogar noch gar nicht mal dort sind) , wollen wir mehr Gegenwert dafür? Oder umgekehrt erreichen wir ein Ziel mit geringerem Aufwand, als wir oder andere es erwartet hätten. Dann haben wir hin und wieder das Gefühl, dass es „zu leicht“ war oder wir zu wenig geleistet haben, um damit zufrieden oder sogar stolz zu sein.

Verdrehte Welt:       einfach = falsch & doof         …         schwierig = richtig & gut

Hier fehlt doch eindeutig das Ergebnis, die Auswirkung!

Ich möchte mein Ziel erreichen, nämlich die gewünschte Wirkung in der Welt auszulösen. Und wenn das zufällig „einfach“ ist und ich nur eine „kleine Leistung“ oder „nur ein bisschen Energie“ reinzustecken brauche, ist dies vermutlich so, weil ich super vorbereitet war. Es kann sein, dass ich mir einen Standard dafür zu Recht gelegt hatte oder eine Best-Practise-Methode/-Prozess angewendet habe oder ein geniales Vorbild gesucht und gefunden hatte oder bereits seit einiger Zeit davor in genau diese Richtung gedacht und gehandelt habe – vielleicht sogar unbewusst. Das steigert doch in Wirklichkeit meine gefühlte Erfolgsmessung, weil ich effizient und strategisch zur gewünschten Wirkung kam.

Leistung ist das Mittel – Wirkung ist der Zweck!